Ay Love
splitterfasernackt

Mit Sex Geld verdienen?!

– Das wär doch genial!

Stimmt was nicht mit mir?

Ich hatte immer diesen Gedanken, dass mit mir irgendwas nicht stimmen kann, oder warum ist Sex so wichtig für mich? Bin ich die Einzige, der das so geht? In meinem Freundeskreis wird da irgendwie nicht so viel drüber gesprochen. Warum eigentlich nicht? Wir reden doch auch über alle anderen Dinge. Dinge, die ungemein unwichtiger sind als ein gutes Sexleben! – und wie es sogar NOCH BESSER werden kann.

Wir sprechen über Familie, Sport, Yoga und darüber, wie wir besser abnehmen können, Hobbies, Jobs und wie wir mehr Geld verdienen, Mode und wie wir die Wohnung verschönern können. Also insgesamt, wie wir ein schöneres, ausgefüllteres Leben führen können. Ähm, Moment mal! Gehört unser Sexleben etwa nicht dazu? Oder sind wir heutzutage immer noch zu prüde, schämen uns oder sagen: „Das geht niemanden was an“.

Mit Sex Geld verdienen

Ich habe immer heimlich gedacht, wie fantastisch es doch wäre, für Sex Geld zu bekommen. Natürlich habe ich nie wirklich in Betracht gezogen, Prostituierte oder Pornostar zu werden. Um Himmels Willen! Das würde sich auch in meinem Lebenslauf nicht so gut machen 😉

Aber vielleicht gibt es auch noch andere Optionen mit Sex Geld zu verdienen. Etwa, über Sex schreiben! Ich schreibe über meine Erfahrungen und “Experimente” und teile andere interessante Berichte dazu. Ok, keine Ahnung, ob ich damit Geld verdienen könnte, aber Spaß an meinem Job hätte ich dann allemal! Und einen Burnout kriegt man da sicherlich nicht so schnell. Höchstens mal ne Blasenentzündung.

Darüber geschrieben hab ich immer schon wie eine Wilde. Ich hab mich nur nie getraut, meine Texte zu veröffentlichen und ich war mir bisher einfach nicht im Klaren darüber, was aus ihnen werden soll. Jetzt weiß ich es. Hier auf Ay love, will ich sie mit euch teilen.

Als ich das allerdings meiner Freundin erzählte war sie geschockt: “Waaas? Du kannst doch nicht so private Dinge über dich erzählen! Das geht doch niemand was an! Bist du verrückt?!

Also die Frage: Wie viel darf ich über mich und mein Privatleben preisgeben?
Und: Will ich etwa wirklich, dass jeder mir bekannte oder auch unbekannte Mensch so viel über mich weiß?
Was wenn meine Mutter all die intimsten Dinge von mir liest?

Pseudonym oder mein wahres Ich?

Fragen über Fragen: Sollte ich solche Texte überhaupt unter meinem eigenen Namen schreiben? Hab ich den nötigen Mut dazu? Oder kann das schädlich sein? Was, wenn vielleicht ein potentieller neuer Arbeitgeber mich googelt und zuallererst Details über mein Liebesleben erfährt, noch bevor er überhaupt meine Qualifikationen durchlesen konnte. Und will ich tatsächlich, dass mein Chef so etwas über mich lesen kann? Würde er rot werden, wenn er mich das nächste Mal auf dem Flur sieht?

Zunächst war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich mir ein Pseudonym zulegen müsste. Ich hatte sogar schon eins. Neuer Name, andere Emailadresse, neuer Blog!
Doch dann sprach ich mit meinem guten Freund Micha über dieses Thema. Und er hat so Recht wenn er sagt: “Wenn es jemandem unangenehm sein sollte, dann soll derjenige halt nicht weiterlesen!” und “Sei dir nur dessen bewusst, dass dich Leute auch darauf ansprechen können.”
Ja, dessen bin ich mir bewusst. Und ich habe überhaupt kein Problem damit.

Und mein Chef? Dem hab ich sogar von meinem Blog erzählt und schicke ihm gleich erstmal den Link. Trotzdem finde ich, darf er auf dem Flur das nächste Mal so tun, als wenn er von nichts wüsste…

Armer Marko

Auch mein Freund nimmt das ganze sehr gelassen. Als ich ihn fragte, ob es ein Problem für ihn sei, dass ich über unsere persönlichsten Dinge schreibe, meinte er nur: “Ich kann es ja eh nicht lesen.” (Er ist aus Finnland und lernt noch deutsch 😉 Er sagt er würde meine Texte erst dann lesen, wenn sie irgendwann mal ins Finnische übersetzt würden. Mmmh… Der Gute scheint tatsächlich an mich zu glauben!)

So, ich muss jetzt einfach meinem Herzen folgen und mich all diesen Themen, Gedanken und Ideen widmen, die mir schon so lange im Kopf herumschwirren. Und das Ganze mit euch zu teilen ist einfach unglaublich aufregend!

Echt spannend – and Ay love it!

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5 Comments

  • Reply
    Susi
    4. January 2017 at 23:14

    Ich bin sooooo froh! Ich kann alles, was Du erzählst, zu 200% unterschreiben. Ich liebe Sex und verstehe nicht, warum es 2017 noch ein Problem sein sollte darüber zu reden. Leider erging es mir auf meinem Blog nicht ganz so gut mit Artikeln, die von Sex & Freizügigkeit handelten… meine Familie ist ziemlich ausgeflippt und ich habe slle gelöscht. Jetzt bist Du ja da- TOLL <3

    • Reply
      _AyLoveKristin
      4. January 2017 at 23:19

      Was, echt? War das so schlimm was du geschrieben hast, oder sind die sehr konservativ?
      Ich hatte auch anfangs echt skrupel, aber das Thema hat mich halt nie losgelassen. Und erst wollte ich unter nem Pseudonym schreiben. (hatte sogar schon alles, email, blogname… :)) Doch nach vielen Gesprächen, mit Freunden und natürlich der Familie, hab ich quasi alle langsam so step by step an den Gedanken gewöhnt und habe viel mehr Zuspruch und Unterstützung bekommen, als ich je gedacht hätte. Wenn auch nicht sofort 🙂
      Ich freu mich jedenfalls, von dir zu hören, dass du auch so wie ich denkst! Vielen Dank! <3

  • Reply
    Cosima
    9. January 2017 at 12:08

    Wuhuuuuu! 🙂

    Ich kann deine Fragen, Ängste und Gedanken so gut verstehen und freue mich grade rießig,
    dass du loslegst, dich zeigst und deine Erfahrungen mit der Welt teilst.
    “Höchstens mal ne Blasenentzündung.” . Haha.. jaa das kenne ich auch gut.
    Solche Themen würde mich auch total interessieren Geschlechtskrankheiten, Verhütung, Mumu-Pflege 🙂
    Vielleicht kommt dazu ja auch was.

    Ich freue mich noch mehr zu lesen.

    Liebe Grüße
    Cosima

    • Reply
      _AyLoveKristin
      9. January 2017 at 16:36

      Oh, vielen Dank! Das ist lieb von dir!
      Ja, ich hab definitiv auch solche Themen geplant. Intimpflege zum Beispiel und Körpergefühl… und vor allem unser sexueller Wortschatz. Denn ich musste schmunzeln als ich dein Wort “Mumu-Pflege” gelesen habe… 😉 Ich weiß auch noch nicht ganz genau, wann welche Worte passen, welchen Klang sie haben, ohne kitschig, kindisch oder dreckig zu klingen. Ich glaube, dass es total wichtig wäre, für all diese intimen Dinge, passende Worte zu finden, oder? Vielleicht starte ich mal ne Umfrage dazu 🙂
      Deine Seite ist übrigens auch klasse! Ich mag es, wie du Selbstliebe vermittelst!

      Liebe Grüße,
      Kristin

      • Reply
        Cosima
        12. January 2017 at 15:05

        Ich musste selbst auch schmunzeln.. Und doch hört es sich irgendwie passend an für mich.
        Aber wie du sagst Wortschatz ist echt ein wichtiges Thema.

        Danke dir 🙂

        Liebe Grüße
        Cosima

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