Ay Love
Sei gnädig mit dir selbst!
angezogen

Sei gnädig mit dir selbst!

Eigentlich wollte ich heute endlich mal wieder über Sex schreiben… 😉

Doch das wird einfach nichts!

So not sexy!

Erstens, kann ich mich zur Zeit zu nichts aufraffen… und das schon seit Tagen!

…und zweitens fühle ich mich momentan überhaupt nicht sexy! Ich bin gerade nur am essen und naschen, kann mich absolut nicht zum Sport bewegen und ziehe abends nur noch schnell meinen alten, kaputten Pyjama an um mich todmüde ins Bett fallen zu lassen. In der Hoffnung, dass Marko mich bei dem Anblick gar nicht erst anrühren mag! Bisher sehr erfolgreich. Meine Unlust scheine ich auch ohne Worte mühelos kommuniziert zu haben. Ich wäre eh viel zu müde gewesen um in irgendeiner Hinsicht noch aktiv zu werden.

Schreiben oder nicht schreiben…

Also bin ich inzwischen etwas verzweifelt. Wollte schon überhaupt nicht schreiben – wenn schon nicht über Liebe und Sex. Denn da steht mir wirklich nicht der Sinn nach!

Doch dann überlege ich es mir anders. Warum nicht einfach offen und ehrlich genau meine Situation erklären? Ich kann und muss nicht immer die perfekte Sexbloggerin sein, oder?

Wenn ich meine Schwächen und Ängste ganz einfach niederschreibe und rauslasse, können sie mir vielleicht nicht mehr so viel anhaben. Das hat doch schon mal geklappt.

Ich habe hier vor einer Weile ja schon einmal über meine Ängste und meinen größten Feind den Perfektionismus geschrieben. Das tat wirklich gut. Und danach ging es mir auch schon viel besser. Ich dachte sogar, ich hätte die beiden Übeltäter dadurch komplett hinter mir lassen können. Doch ich scheine wieder in so ein Loch gefallen zu sein und komme da einfach gerade nicht raus.

Wo ist mein Flow nur hin?

Dabei habe ich doch ganz viele tolle Ideen und vor allem große Pläne. Aber zu gleichen Anteilen schleichen sich die Zweifel, Ängste und negativen Gedanken wieder ein. Echt nervig! Das kann ich momentan rein gar nicht gebrauchen. Im Gegenteil! Gerade jetzt, da ich wieder für einige Wochen in Vollzeit arbeite, bräuchte ich meine volle Konzentration und vor allem Disziplin, damit ich trotz des Jobs noch schaffe, was ich mir alles vorgenommen habe. Wo ist nur mein Flow hin, der mir noch vor ein paar Wochen so einen Kick gegeben hat? Und wann habe ich wohl endlich mal wieder Lust auf Sex?

Um alles noch schlimmer zu machen, strafe und verachte ich mich dafür auch noch selbst. Mit abwertenden Bemerkungen. Feure meine negativen Gedanken noch so richtig schön an. Super Kristin! So wird das garantiert was, aus dem Tief herauszukommen! – not!

“Sei gnädig mit dir selbst!”

Marko versucht währenddessen mir zu helfen wo er kann. Er versucht, mich aufzubauen, schmeißt den Haushalt, ist mega lieb zu mir und findet mich sogar in diesem Aufzug noch liebenswert und attraktiv! Womit hab ich das nur verdient?! So ein Glück!

Er sagt immer wieder: “Sei gnädig mit dir selbst!”

Gnädig mit mir selbst sein? Gnade? Mitgefühl? Wieso kann ich das nur nicht? Warum bin ich immer so streng mit mir? Warum ist es eben nicht ok für mich, dass ich auch mal müde und kaputt bin und mich mal nicht aufraffen kann? Wieso kann ich mir selbst nicht mal zugestehen, dass ich vielleicht nicht immer voller Energie stecken kann?

Aber ich muss es versuchen… Ich werde versuchen, mich nicht mit meinen eigenen hohen Erwartungen unter Druck zu setzen. Ich werde gnädig mit mir sein. Mich in meine Decke auf dem Sofa kuscheln und einen warmen Kakao trinken. Mir diese Unlust und Melancholie zugestehen und mir gönnen, einfach mal durchzuhöngen.

Dann werde ich morgen früh zum Yoga gehen und meinem Körper und Geist etwas Gutes tun. Werde die nächsten Tage einfach mal nicht an meine ganzen Ziele und Vorhaben denken und mich einfach nur sein lassen.

Wie passend, dass wir morgen Abend auf das ‘The xx‘ Konzert gehen! – Meine absolute Lieblingsmusik. (Falls du die noch nicht kennst, musst du das unbedingt ganz schnell ändern!) Die werden mir definitiv dabei helfen, mal so völlig abzuschalten. An nichts anderes zu denken und einfach nur die Musik und den Moment zu genießen <3

Ay love it!

 

Hier noch eins meiner absoluten Lieblingslieder:

 

Übrigens: Vielen herzlichen Dank liebste Jana für die wundervollen Fotos. Wir haben ein ganz tolles Shooting gehabt und es sind super Bilder dabei herausgekommen <3

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5 Comments

  • Reply
    Claudi
    11. February 2017 at 20:11

    Sei gnädig zu dir selbst <3 und ehrlich zu allen anderen. Deine vermeintliche "Schwäche" macht dich ein Stück weit authentischer und stärkt alle, denen es hin und wieder ähnlich geht. Ich bin mir sicher – du bist selbst im Pyjama bezaubernd. <3 Liebe Grüsse Claudi (*trägt grad ne Schlumpihose)

  • Reply
    Lissy
    12. February 2017 at 11:37

    Fühl dich gedrückt meine Liebe! Du bist so ein wunderbarer Mensch – mit Pyjama genauso wie im wunderschönsten Abendkleid. Jeder hat diese Phasen und jeder kennt Zweifel 🙂 du bist nicht allein!

  • Reply
    Karolina
    12. February 2017 at 20:52

    Hey! Niemand ist perfekt und auch du kannst dich mal gehen lassen. Wenn du ne Auszeit brauchst und nur Schoki essen willst ja dann ist das nun mal so! Sei nicht zu streng mit dir, jeder hat mal so ein Tief!

    Alles Liebe,
    Karo

    https://kardiaserena.at

    • Reply
      _AyLoveKristin
      31. March 2017 at 8:01

      Hei, oh mensch, ich hatte noch gar nicht geantwortet! Danke! Du hast so recht… und genau so unperfekt sind wir dann eh viel besser, oder? Es stimmt so. Jeder hat mal ein Tief und das Gute daran ist, dass auch jedes Tief wieder vorüber geht! <3 Danke <3 Dir auch alles Liebe!

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    Flaute im Bett! Endlich ist sie vorbei! - Ay Love
    1. March 2017 at 20:05

    […] Das lag an meinem unglaublich fiesen Tief, in dem ich mich die letzten Wochen befand. Ich habe hier davon ja schon erzählt, aber dass dieser Durchhänger so lange andauern würde, hätte ich nicht […]

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