Ay Love
Kristin auf der Schaukel
angezogen

Ich schaukel mich high

Take me higher and higher!

Oh dieses Freiheitsgefühl! Das Kribbeln im Bauch… wenn die Schaukel kurz aus der Schwungbahn abhebt. Und für den Bruchteil einer Sekunde in den freien Fall kommt…

Ich spüre mich und meinen Körper vollständig. Kann mich aus eigener Muskelkraft in ein „natural high“, eine Art Ekstase bringen und bin danach einfach nur glücklich, fast euphorisch. Egal wie grau der Tag und meine Laune bis dahin waren. Das ist mein Reset-Button.

Wenn ich nach meiner Swinging-Session abspringe fühle ich mich wie ein neuer Mensch! Voller Freude und Lebenslust. Das alles wird ausgelöst von den tollen Glückshormonen, die dabei ausgeschüttet werden und beste Arbeit leisten! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die guten Endorphine!

Darum ist Schaukeln auch ein festverankerter Teil meiner Morgenroutine geworden. Denn egal, wie stressig der Morgen mit den Jungs so war… (Bei uns gibts nämlich morgens schon richtig tolles Entertainment. Mal steht Theater, Zirkus oder ganz großes Drama auf dem Programm)
… sobald ich die Jungs in der Kita abgesetzt habe, schenke ich mir eine volle Ladung Glückshormone und dann kann der Tag beginnen!

Ay love it!

Übrigens, wie im letzten Post ja schon erwähnt, hab ich dazu mal ne Kolumne in der Cosmopolitan geschrieben. Ist zwar schon ne Weile her, daher gibts die nicht mehr am Kiosk, aber dafür jetzt hier…

„Heimliche ME-TIME auf dem Spielplatz

Das Beste an meinem Weg zur Arbeit: die Schaukel auf der Streckenhälfte, direkt am Alsterufer. Es ist nicht nur irgendeine Schaukel: Es ist eine ziemlich hohe Schaukel! Und vor allem: Es ist meine Schaukel. Zumindest an drei Tagen der Woche für fünf Minuten, morgens um neun Uhr. Wenn ich meine Jungs in der Kita absetze oder sie zu Lockdown-Zeiten mit dem Papa zu Hause lasse und mich mit einem: „Tschüssikowski, Mama muss ganz schnell zur Arbeit!“ verabschiede.

Ist natürlich halb geflunkert. Dass ich es eigentlich nur deshalb so eilig habe, weil ich mir vor der Arbeit meinen Aufschwung holen will (im wahrsten Sinne), lasse ich wie die Brötchenkrümel meiner Söhne unter den Tisch fallen. Fühlt sich ein bisschen verboten und herrlich nach Rabenmutter an, aber die bin ich gern.

Ich parke das Fahrrad, lege den Helm auf die Wiese, setze mich auf die Schaukel und los geht’s. Füße nach vorne und zurück und immer kräftiger, höher und weiter. So hoch, wie es nur geht. Und am liebsten so doll, dass die Schaukel kurz aus der Schwungbahn abhebt, danach für den Bruchteil einer Sekunde in den freien Fall kommt und mit einem leichten Klirren schließlich wieder von den Ketten zurück in die Bahn der Pendelbewegung gezogen wird. Ich liebe dieses Kribbeln im Bauch in dem klitzekleinen Moment des Sturzflugs. Und das bei der Aussicht: die Skyline Hamburgs. Mit Blick aufs Alsterhaus und den Michel, den Fernsehturm und sogar die Elphie!

Was ich daran noch liebe? Dieses Gefühl, dass mein ganzer Körper zu lachen scheint. Ich fühle mich wieder wie das achtjährige Mädchen, ohne Probleme und ohne Sorgen. So kurz vor einem stressigen Arbeitstag ist das Wellness für die Seele. Einige Passanten bleiben stehen und grinsen mich an. Ob sie mir zulächeln oder mich belächeln, weiß ich nicht, ist mir aber auch ganz egal. Schließlich bin ich auf Dopamin und Endorphinen den zur Arbeit hetzenden Menschen überlegen. Allein schon, weil sie die Magie des Moments verpassen …“

Danke an Tatjana Junker, die mich für die Kolumne so prächtig auf die Schaukel illustriert hat

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