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Meine Mitte finden

Meine Mitte finden

Überfordert, ausgelaugt und völlig aus der Balance.

Momentan komme ich immer wieder an meine Grenzen und zweifle an mir und meiner Rolle als Mutter. Viel zu oft verliere ich die Nerven. Viel zu laut reagiere und schimpfe ich. Und viel zu doll zerre ich an den zarten Armen meines geliebten Jungen, der mich gerade so oft an den Rande des Wahnsinns treibt.

Ich liebe meine Söhne abgöttisch und würde ihnen niemals wehtun wollen. Und doch reagiere ich in letzter Zeit viel heftiger und schneller mit Schimpfen und Gewalt.  Natürlich keine körperliche Gewalt in dem Sinne, aber im Grunde ist es genau das. Gewalt.

Ich haue zwar nicht, aber meine Worte und Handgriffe sind schärfer und härter als ich je von mir dachte,  anzuwenden. Und es tut mir so leid. Schon während ich sie sage und tue bereue ich sie und wünschte ich könnte anders reagieren. Ruhiger. Gelassener. Liebevoller.

Bei uns wird nicht gehauen!

Und ich fühle mich ein bisschen heuchlerisch wenn ich den großen von seinem kleinen, weinenden Bruder wegzerre und schreie dass es in unserer Familie keine Gewalt gibt. Es wird nicht gehauen! – Höre ich mich immer sagen.  Doch – Bin ich so viel besser? Scheinbar versuche ich Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen. Statt mit Liebe und Mitgefühl.

Und jedes mal wieder schwöre ich mir, nicht so zu reagieren. Es besser zu machen. Die Mutter zu sein, die ich sein möchte. Aber meine Nerven liegen blank und meine Energiereserven sind leer.

Schon viel zu lange kein regenerierender Schlaf. Kaum Zeit für mich. Kein Yoga. Kein Durchatmen. Keine Gelegenheit Energie aufzutanken und vor allem: kein Land in Sicht. Kein Licht am Ende des Tunnels.

Seit über 3 Jahren… geben wir alles. Wachsen über uns hinaus. Kommen an unsere Grenzen. Gehen oft auf dem Zahnfleisch. 

Eigentlich…

Eigentlich kann ich so stolz auf mich sein. Eigentlich.
Weil ich diese Aufgabe die mir gegeben wurde so gut wie ich nur kann meistere. Jeden Tag und jede Nacht. Und ich weiß, dass ich eigentlich einen verdammt guten Job mache. Eigentlich.

Eigentlich bin ich meistens genau die liebevolle und geduldige Mutter, die ich sein will. Die sich Zeit nimmt – und in den Arm, die nicht schreit und nicht bestraft. Eigentlich.

Und eigentlich ist eigentlich ein verdammt dummes Wort. Denn es bedeutet, dass es ein aber gibt. Und dass eigentlich alles verdammt noch mal nicht so ist, wie es sein sollte.

Aber ich vergebe mir selbst, weil ich weiß dass ich so nicht sein will und meistens auch nicht bin. Weil ich einfach gerade nur am Ende meiner Kräfte bin.

Meine Mitte finden

Darum: So geht es nicht weiter! Ich muss endlich wieder in meine Kraft kommen. Meine Batterien auftanken. Meine Mitte finden.

Und genau das habe ich mir jetzt zu meiner großen Aufgabe gemacht.

Ich werde alles dafür tun, wieder die Person, die Mutter, die Ehefrau, die Kristin zu sein, die ich wirklich sein will. Aus tiefstem Herzen. Ich möchte zu mir zurück finden. Zu dem Licht das ich bin. Zu der Liebe in mir.

Und auch wenn ich mich längst auf Jobsuche machen müsste (Ja, meine Elternzeit ist schon bald vorbei), kann ich mich darauf gerade nicht fokussieren, auch wenn ich mich ganz schön unter Druck fühle… Aber ich muss erst einmal wichtigere Dinge erledigen. Denn, ich suche keinen Job. Ich suche erst mal mich! Meine Mitte. Mein wahres Selbst. Mein inneres Strahlen. Und ich weiß genau, dass ich es finden werde. In mir!

Ich suche keinen Job. Ich suche erst mal mich!

Also setze ich alles daran. Erlaube mir um Hilfe zu bitten. Nehme mir längst überfällige Auszeiten. Zum Meditieren und zum Nachdenken. Zum Lesen und zum Schreiben. Zum Loslassen und zum Ankommen.

Fokussiere auf das wichtigste das ich habe. Meine Gesundheit, die mentale und die physische. Probiere Alternativen aus und gehe neue Wege. Zum gesund werden und bleiben. Zum glücklich werden und bleiben.

Ich möchte tief in mich hineinhorchen und mal wirklich zuhören. Meinem Herzen. Denn ich weiß, dass ich dort fündig werde. Und zwar nur dort!

3 Comments

  1. Sehr schön, mein Schatz. Du schaffst das!!!

  2. […] erste Schritt auf dem Weg zu meiner Mitte ist definitiv: mehr Schlaf! Darum war auch klar: Ich muss […]

  3. […] habe ich mir kaum genommen. Doch in den letzten Wochen habe ich schon einiges getan, in Richtung meine Mitte finden. Habe Routinen geändert und mir durch viele kleine Steps Zeit und Energie zurückgewonnen. Für […]


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